Neues Jahr, weniger Stress – Teil 4

Neues Jahr, weniger Stress – Teil 4Wer sich ausgebrannt fühlt und Belastungen abbauen will, muss etwas Geduld mitbringen, denn die äußeren Umstände lassen sich meist nicht von einem Tag auf den anderen ändern. Neben langfristigen Veränderungen gehört zu erfolgreicher Stressbewältigung aber auch die Fähigkeit, kurzfristig die Symptome zu lindern und sich selbst zu stabilisieren.

An dieser Stelle werden oft Techniken wie Yoga, Meditation oder Autogenes Training erwähnt, welche erwiesenermaßen helfen, Stress abzubauen. Um Kraft zu tanken muss man jedoch nicht zwingend einen Kurs besuchen und eine neue Methode erlernen. Jeder von uns ist im Laufe seines Lebens vielfach mit Stress konfrontiert gewesen und hat dabei instinktiv individuelle Kraftquellen entwickelt. Für den einen ist es entlastend mit dem Hund spazieren zu gehen oder durch den Wald zu joggen, der andere entspannt sich am besten in der Sauna, beim Kochen oder in einem Gespräch mit Freunden.

Wenn man sich überlastet fühlt, fällt es jedoch manchmal schwer auf Altbewährtes zurückzugreifen. Die Energie reicht dann oft nur für das Nötigste aus und sogar das, was man früher gern gemacht hat, kostet plötzlich Überwindung. Hier macht es Sinn, neu zu definieren, was das ‚Nötigste‘ eigentlich ist. Wenn sich Stress verselbstständigt hat, agiert man oft nicht mehr selbstbestimmt, sondern reagiert automatisch auf äußere Anforderungen, ohne diese zu hinterfragen. Gefühlt hat die Arbeit in solchen Situationen meist eine unanfechtbare Priorität, während es viel ‚nötiger‘ wäre, konsequent Auszeiten einzuplanen (auch im Sinne der Arbeitsleistung). Wer sich entlasten will, muss anfangen, seine Maßstäbe zu überprüfen und wieder aktiv entscheiden, wofür er seine knappen Kraftreserven nutzen will.

Wie viel Raum nehmen Sie sich, um bewusst zu entspannen? Und für welche Kraftquellen möchten Sie in Zukunft wieder mehr Zeit einplanen?